Für 10 Uhr morgens hatte sich das Umzugsunternehmen angekündigt. Überpünktlich erschien die Chefin der Truppe, die sich von uns erklären ließ, was alles eingepackt werden musste. Sie nutzte die Zeit bis zur Ankunft des Packteams, um unsere wenigen Elektrogeräte zu fotografieren und aufzuschreiben. Pünktlich um 10 Uhr erschien dann das Packteam, bestehend aus zwei Herren, die nach kurzer Einweisung sofort loslegten unser Hab und Gut in viel Papier zu wickeln und in Pappkartons zu verstauen. Ursprünglich hatte wir mit ca. 35 Kisten gerechnet, am Ende - gegen 15 Uhr - waren es 55 Kisten, die in einem geschlossenen (!!) blauen LKW zum Hafen nach Nanjing transportiert wurden. Insgesamt werden wir mit einer Transportzeit von 2 - 3 Monaten rechnen müssen, denn diesmal geht unser Hab und Gut mit dem Schiff auf Reise nach Europa und nicht per Luftfracht, wie bei der Herreise. Eigentlich benötigt der Frachtkahn nach Europa nur 6 Wochen, aber da Umzugsgut keine hohe Priorität eingeräumt bekommt werden unsere Kisten wohl noch etwas im Hafen von Nanjing herumstehen, bis sie einen Platz auf einem Frachter finden.
Wir haben ja schon mal geschrieben, dass in China nichts verloren geht. Ein Umzugsunternehmen, dass Kisten und Packpapier durch die Wohnanlage trägt bleibt auch nicht unentdeckt. Ca. 30 Minuten nachdem die Herren begannen unsere Sachen einzupacken standen zwei Sicherheitsbeauftragte in unserer Tür und fragten, ob alles mit rechten Dinge zugeht. Wir hatten versäumt (und es auch nicht gewusst) der Verwaltung unseren Auszug mitzuteilen und so musste Marcel den Herren folgen und eine Bescheinigung holen, damit der LKW die Anlage vollbeladen auch wieder verlassen darf.
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